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Batteriemessung

100% Qualitätskontrolle in Sekundenbruchteilen

BATTERIETEST- UND MESSMODULE FÜR DIE AUTOMATISIERUNG,
TESTING UND LABOR

Ob Telekommunikation, Werkzeuge, Freizeit oder Elektromobilität - viele moderne Geräte und Fahrzeuge arbeiten heute netzunabhängig mit Akkus. Damit diese zuverlässig funktionieren, müssen die einzelnen Akkuzellen möglichst homogene elektrische Eigenschaften haben und auch ihre mechanischen Verbindungen zu 
100 % geprüft werden. Da für größere Batterien zum Teil hunderte Einzelzellen nötig sind, müssen die Messungen für die Zellenbewertung schnell, zuverlässig und sicher im Fertigungsprozess ablaufen. Moderne Industrie 4.0-taugliche Messgeräte für alle relevanten Parameter rund um die Einzelzell-Bewertung schaffen dafür die Voraussetzung.

Eine Batterie ist ein Zusammenschluss gleicher Einheiten, bei elektrischen Batterien von einzelnen Akkuzellen, um im Verbund eine höhere Spannung oder Kapazität zu erzielen. Dadurch ist eine Batterie aber nur so gut wie die schwächste verbaute Akkuzelle. Batteriehersteller müssen daher alle Einzelzellen und sämtliche vorkon-figurierten Einzelmodule für die laufende Produktion auf ihre exakten Eigenschaften prüfen und in Qualitätsgruppen klassifizieren. Beim Akku eines Elektroautos beispiels-weise sind jedoch meist einige hundert Zellen in mehreren Modulen verbaut. Diese große Anzahl in möglichst kurzer Zeit zu prüfen, stellt besondere Anforderungen an die Messtechnik. Langjährige Erfahrung beim Einsatz von elektrischen und mechanischen Messverfahren ist Voraussetzung, um die für die Batterieproduktion wesentlichen Eigenschaften in einer Messgerätefamilie zusammenzufassen. Die modernen Geräte können dann einzeln oder im Verbund eingesetzt werden. Sie sind Industrie 4.0-tauglich und lassen sich einfach mit den gängigen Feldbussen verbinden, in Fertigungsanlagen integrieren oder für Forschung und Entwicklung einsetzen.

An erster Stelle stehen bei der Zellenprüfung die individuellen elektrischen Eigenschaften der Einzelzellen. Wird in Reihenschaltung eine Zelle mit geringerer Kapazität verbaut, so kann der ganze Zellverbund insgesamt nur die geringere Strommenge abgeben. Es kann auch zum Totalausfall führen, da die Zelle mit geringerer Kapazität zuerst voll ist, die anderen aber weiter geladen werden und dabei die Zelle mit der geringsten Kapazität überhitzt. Auch beim Entladen kann die abweichende Zelle überhitzen. Ein weiteres Problem sind abweichende Innenwiderstände, die zu ungleichmäßiger Ladung und Erwärmung der Zellen führen. Daher müssen in Batterien verbaute Zellen möglichst identische Parameter aufweisen. Da Akkupacks aus Einzelzellen verschiedener Formate (rund, Pouch, prismatisch) aufgebaut werden, muss die Messtechnik alle Varianten testen können.

In Batterien verbaute Zellen müssen möglichst identische Parameter aufweisen.

Bei oft tausenden von Einzelzellen ist ein hoher Durchsatz 
bei der Kontrolle unverzichtbar. Der Messgeräte-Einsatz in der automatisierten Fer­tigungs­prüfung von Batteriezellen für eine lücken­lose 100 %ige Qualitätssicherung in Sekun­den­bruch­teilen erfordert daher umfang­reiches Know-how. Ein extra für solche Aufgaben entwickeltes Mess­gerät ist das All-in-One-Modul 2511. 

Es bietet neben einer AC-/DC-Innenwider­stands­messung 
mit Werten von 0,1 µΩ … 300 mΩ in 4 Messbereichen von 
10 … 300 mΩ eine Vierleiter-Messmethode für höchste Präzision und erlaubt, Mess- und Bewertungsergebnisse in kürzester Zeit zu generieren. Die Messungen können im Fre­quenz­bereich von 1 kHz, 100 Hz, 10 Hz, 1 Hz und bei Spannungen von 0 ... ±5 VDC durch­geführt werden. Das kaskadierbare Batterie­mess­modul erlaubt über Ein- bis Vielkanalan­wen­dungen und Temperatur­messung in nur wenigen Milli­sekun­den Aussagen zu Elektrolyt- und Elektroden­qualität im Vergleich zu den Herstellersollvorgaben.  

Das All-in-One-Modul 2511 ist für den Einsatz in der automatisierten Fertigungsprüfung von Lithium-Ionen-Batteriezellen für eine lückenlose 100 %ige Qualitätssicherung in Millisekunden prädestiniert.
Eine abgestimmte PC-Software zur intuitiven Parametrierung/Konfiguration erleichtert das Erstellen individueller Messprogramme

Die kompakte Bauweise sowie die Feldbus-Schnittstellen PROFINET und EtherCAT ermöglichen die einfache Integration in die Produktion. Eine darauf abgestimmte PC-Software zur intuitiven Parametrierung/Konfiguration erleichtert das Erstellen individueller Messprogramme.
 

Zum Batteriemessmodul 2511

Bei Akkupacks müssen die einzelnen Zellen verbunden werden. Hierzu werden starre Busbar-Verbinder, Leitungen oder Federkontakte an die Zellen gedrückt, geschraubt, geschweißt oder verpresst. Dabei gilt es, vorgegebene Übergangswiderstände sehr genau einzuhalten, um Verlustleitung und Eigenerwärmung des Akkus zu mini­mieren. Bei den hohen Stückzahlen in der Fertigung sind auch hier Messgeräte mit sehr schneller Auswertungs­logik gefragt. Mit bis zu 100 Messungen pro Sekunde ist der RESISTOMAT® Typ 2311 von burster auf die An­forderungen von High-Speed-Anwendungen in der Automation zugeschnitten.

Zuleitungs- bzw. Übergangswiderstände an den Prüf­kontakten werden durch die Vierleiter-Messmethode eli­miniert. Eine integrierte Kabelbruch­erkennung überwacht die Mess­leitungen. Trotz eines Mess­bereichs von 20 mΩ … 200 kΩ bei einer Auflösung bis 1 μΩ und einer Mess­ge­nauig­keit ≤ 0,03 % v.M. erreicht das Prüf­gerät High­speed-Messungen ab 10 ms pro Messung inklusive Bewertung. Die Klassifi­zierungen und Selek­tierungen übernimmt ein 2- und 4-fach-Komparator mit Schaltausgängen. Alle Geräte­einstellungen können individuell in bis zu 32 unter­schied­lichen Mess­programmen parametriert werden, wahlweise auch über die Ethernet-, USB- (Standard) oder Feldbus-Schnitt­stellen (Option). Der integrierte Daten­logger kann bis zu 900 Mess­werte pro Mess­programm abspeichern.
 

Zum RESISTOMAT® 2311

Der RESISTOMAT® Typ 2311 ist auf die Anforderungen von High-Speed-Anwendungen in der Automation zugeschnitten.

Beim Erfassen und Validieren der Fügekräfte mit dem X/Y-Prozess-Controller DIGIFORCE® 9307 fallen eventuelle Fügefehler sofort auf.

Auch mechanische Kenngrößen sind bei der Akkufertigung wichtig. So lässt sich in der Fertigungslinie durch Messen von Anzugdrehmomenten und Anzugskräften sicherstellen, dass Kontaktflächen sicher montiert sind und die Übergangs­wider­stände möglichst gering ausfallen. Auch beim Verpressen von Hochstrom­kontakten auf Leiter­platten oder Einschieben ein­zel­ner Zellen in Halte­röhren oder Boxen gilt es, die auf­treten­den Kräfte zu messen. Erfassen und Vali­dieren der Füge­kräfte decken eventuelle Füge­fehler sofort auf. Eine Kraft/Weg-Einpress­überwachung mit Fenster- und Hüllkurven­technik erlaubt 
z.B. die Erfassung von Min/Max-Spitzen­werten und Kraft-Mittelwerten in einem para­metrierten Toleranz­bereich. 


Mit dem X/Y-Prozess-Controller DIGIFORCE® 9307 sind solche Prüf­methoden einfach umzusetzen. Über eine An­bin­dung via PROFINET, EtherCAT, EtherNet/IP und Ethernet UDP unter­stützt das Modul eine flexible Ablauf­steuerung und Mess­daten­erfassung. Bis zu 128 Mess­programme er­mög­lichen eine hohe Produkt­varianz. Wird beispiels­weise für das Einsetzen einzelner Zellen­platten/Zellen­blöcke in ein Zellen­gehäuse der Kraft-Weg überwacht, können für die Opti­mie­rung der Takt­zeit immer mehrere Einheiten gleich­zeitig gefügt und mit Hilfe von kaskadierten DIGIFORCE-Controllern jede einzelne Platte erfasst und ausgewertet werden.
 

Zum DIGIFORCE® 9307

Doch nicht nur zeitkritische Messungen in der Fertigungs­linie sind wichtig, auch für Labor­messungen zum Batterie­verhalten von Einzel­zellen und Akkupacks, beispielsweise in der Ent­wicklung oder für Stich­probenkontrollen, werden Mess­geräte gebraucht. Damit lassen sich auch mechanische Mess­werte zur Langzeit­beobachtung z.B. der Aus­dehnung bei Lade- und Entlade­zyklen oder der Bestim­mung der auftretenden Kräfte 
mit Über­wachung der Temperaturen bzw. zur Optimierung der Druck­verteilung und Lebens­dauer leicht bestimmen. 

Der burster Druck­kraft­sensor 8526 eignet sich durch die kleine Bau­form und drei Befestigungs­bohrungen für solche Auf­gaben in unter­schiedlichen Anwendungs­gebieten. Selbst Winkel­fehler in der Kraft­einleitung von bis zu 3° Abweichung zur Mess­achse beeinflussen das Mess­ergebnis nur sehr gering. Sein breites Mess­bereichs­spektrum von 0 … 100 N bis 0 ... 1 MN erlaubt nicht nur bei Akku­zellen z.B. die genaue Erfassung der Kräfte bzw. die Ausdehnung mit der Tem­pera­tur beim Laden und Ent­laden der Zellen. Das wiederum gestattet eine exakte Bewertung des Langzeit­verhaltens und des Alterungs­prozesses.

Mechanische Messwerte zur Langzeitbeobachtung der Ausdehnung bei Lade- und Entladezyklen oder der Bestimmung der auftretenden Kräfte

burster – Präzisionsmesstechnik aus einer Hand
Von hochsensiblen Sensoren über leistungsfähige Sensorelektronik bis hin zu umfassenden Kalibrierlösungen – burster bietet ein vollständiges Portfolio für präzise und zuverlässige Messtechnik in der Medizintechnik. Durch langjährige Erfahrung und technologisches Know-how stellt burster sicher, dass medizinische Anwendungen von der bestmöglichen Messtechnik profitieren – für maximale Sicherheit und Effizienz.

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